Mit Begegnungen zu einem lebenswerten Leben

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5 Jun 21

Zum Abschluss unserer #unterwegsinlst Reise besuchen wir TOLL e.V. in Magdeburg. Der Verein ermöglicht durch gemeinsame Vereinsaktivitäten Teilhabe und Begegnungen und fördert Sprachkompetenzen bei Geflüchteten und Migranten.

Toleranz lernen und leben ist der Name und das Motto des Vereins TOLL e.V., den wir euch heute vorstellen möchten. Der Verein soll vor allem Raum bieten für Begegnungen: Unterschiedliche Menschen sollen durch gemeinsame Aktivitäten Teilhabe und Begegnungen erleben. Neben Sprachkursen für eine gemeinsame Verständigungsbasis bietet der Verein ein vielfältiges Angebot an Aktivitäten wie zum Beispieleinen Elternkreis, einen Mädchenkreis, eine digitale Nachhilfegruppe (in Lockdownzeiten) und diverse Sportgruppen. Alle, die sich vom Verein und dessen Inhalten angesprochen fühlen, sind willkommen mitzumachen und sich auf eigene Weise einzubringen. 

Wir haben mit Juliana Gombe, der Vorsitzenden und Gründerin von TOLL e.V., kurz über den Verein und die anstehende Wahl gesprochen.  

K5: Wie kam es damals dazu, dass du deinen eigenen Verein gegründet hast? 

Juliana Gombe: Ich war durch meine eigenen Fluchterfahrungen geprägt und wollte, dass es andere mal besser haben. Menschen, die neu ankommen, haben weder Orientierung, noch Sprachkenntnisse. Hinzu kommt, dass sie oft jahrelang auf eine Arbeitserlaubnis in einer Sammelunterkunft warten, ohne jegliche Beschäftigung. Das ist für viele sehr frustrierend und kommt zum Trauma der Fluchterfahrung hinzu. Um diese Spirale zu durchbrechen, wollte ich einen Ort schaffen, wo alle unterschiedlichen Menschen zusammenkommen können. Denn schöne Begegnungen sind das, was das Leben lebenswert macht! Aktuell sind wir im Verein 51 Mitglieder.

Viele sind von ihrem Engagement bereichert worden, weil sie nicht mehr einsam sind und über den Verein neue Freunde sowie Wertschätzung gefunden haben. 


Die Gründungsmitglieder © TOLL e.V.

K5: Was wäre Dein Wunsch in Bezug auf die Wahl in Sachsen-Anhalt?

Juliana Gombe: Als SPD-Mitglied wünsche ich mir natürlich, dass die demokratischen Parteien möglichst viele Stimmen bekommen. Aber ich wünsche mir auch, dass innerhalb der demokratischen Parteien darüber nachgedacht wird, wie sie Wähler wieder zurückgewinnen. 

Es gibt viele Menschen, die verbittert sind und an einfache Lösungen glauben. Sie schieben die Schuld an den schlechten Dingen in ihrem Leben einfach anderen zu. Menschen lieben einfache Lösungen! Aber die Dinge sind kompliziert und diese Menschen zurückzugewinnen wird auch nicht einfach. Es muss hier sehr viel Jugend- und Aufklärungsarbeit geleistet werden. Und zwar das ganze Jahr, jedes Jahr. Nicht nur wenn Wahlen stattfinden. Wir müssen die Menschen wieder für Demokratie begeistern!

 

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