Solidarität statt Ausgrenzung

26 Mai 21

Der nächste Zwischenstopp unserer virtuellen Reise durch Sachsen-Anhalt bringt uns nach Magdeburg. Hier sitzt der gemeinnützige Verein Miteinander e.V., der sich seit über 20 Jahren für eine solidarische, offene und demokratische Alltagskultur engagiert. 

Am 6. Juni 2021 wählt Sachsen-Anhalt einen neuen Landtag. Abgestimmt wird nicht nur über die Politik der nächsten 5 Jahre, sondern auch über die Gesellschaft, in der die 2,3 Millionen Einwohner*innen leben wollen. 

Insgesamt gehen 22 Parteien ins Rennen. Für die über 15.000 gemeinnützigen Vereine und Initiativen in Sachsen-Anhalt gibt es jedoch nur eine Wahl: Demokratie.

Einer dieser gemeinnützigen Vereine ist Miteinander – Netzwerk für Demokratie und Weltoffenheit in Sachsen-Anhalt e.V. Seit über 20 Jahren setzen sich die Mitglieder für eine demokratische Alltagskultur ein. Wie genau sie das anstellen, erfahrt ihr in unserem Blogbeitrag.

 

Darum geht es bei Miteinander e.V.

Bei Miteinander e.V. ist der Name Programm. Der 1999 gegründete Verein setzt seit Tag 1 auf Solidarität statt Ausgrenzung, denn das wirksamste Mittel im Kampf gegen Rechtsextremismus? Eine starke Zivilgesellschaft. Nicht nur Miteinander, sondern auch ein gelebtes Füreinander steht somit im Mittelpunkt der Vereinsarbeit. 

Seit über 20 Jahren bietet der Verein Rassismus, Antisemitismus und jegliche Form von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit die Stirn und ist in den Handlungsfeldern Beratung, Analyse sowie Jugend- und Erwachsenenbildung aktiv.

Das primäre Ziel: die Stärkung der demokratischen Kultur in Sachsen-Anhalt.

Genauer gesagt, “die Stärkung demokratischer Akteur*innen der Zivilgesellschaft und nicht-rechter Jugendlicher sowie die Unterstützung von Opfern rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt.”

Seinen Sitz hat Miteinander e.V. in Magdeburg, engagiert sich allerdings auch über die Bundeslandgrenzen hinaus. 

Das macht Miteinander e.V.

Unterstützen, beraten und stark machen – das hat sich Miteinander e.V. zur Aufgabe gemacht.

Das Besondere an der Arbeit des Vereins? Die Entwicklung maßgeschneiderter Angebote auf die jeweils spezifischen Problemlagen. Und zwar aus einem sehr breiten Methoden- und Beratungsspektrum. Dabei richten sich die Bildungs- und Beratungsangebote des Vereins an alle Altersklassen.

Konkret gibt es bei Miteinander e.V. folgende Arbeitsschwerpunkte:

  • Vorträge zur Geschichte des Nationalsozialismus, zum Antisemitismus und zu rechtsextremen Jugendkulturen
  • Workshops zum Umgang mit Rechtsextremismus, Alltagsrassismus und Gewalt, zur Stärkung von Demokratie und Zivilcourage
  • Beratung und Unterstützung kommunaler Akteur*innen zur Stärkung der demokratischen Zivilgesellschaft und zur Eindämmung von Rechtsextremismus sowie Beratung und Unterstützung von Opfern rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalttaten
  • Monitoring rechter Gewalt und Analyse rechtsextremer Strukturen, Akteur*innen und Aktivitäten in Sachsen-Anhalt
  • Öffentlichkeitsarbeit zur Sensibilisierung der Zivilgesellschaft für rechtsextreme Bestrebungen sowie rassistische und antisemitische Gewalt 

Seit über einem Jahr gibt es bei Miteinander e.V. außerdem ordentlich etwas auf die Ohren: In kurzen Podcast-Folgen oder sogenannten Bildungshappen wird über die unterschiedlichsten Themen gesprochen und informiert: von Verschwörungsmythen, über Fake News und Hass im Netz, bis hin zu aktuellen Entwicklungen innerhalb der Neonazi-Szene. Unsere Empfehlung: unbedingt mal reinhören. Das geht zum Beispiel hier.

Neben den eigenen Arbeitsschwerpunkten schließt sich Miteinander e.V. auch immer wieder mit anderen gemeinnützigen Organisationen und Vereinen zusammen. Im März diesen Jahres startete der Verein zusammen mit der "Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen" die Kampagne "Herz einschalten - Rassismus ausschalten".

Die Kampagne sollte dazu motivieren, sich aktiv mit dem Thema Rassismus auseinanderzusetzen, eigene Aktionen zu entwickeln und diese mit der Unterstützung von Expert*innen durchzuführen. Neben jeder Menge Informationsangebot über die Themen Rassismus und Vorurteile hatten Menschen auch die Möglichkeit, sich in einem Videoportal mit selbstgestalteten Kurzbotschaften persönlich gegen den Rassismus in unserer Gesellschaft zu positionieren.

Teil der Kampagne war zudem die Gestaltung großformatiger Kunstplakate, die daran erinnern sollten, dass Rassismus und Vorurteile immer noch in der Gesellschaft und in den Köpfen vieler Menschen gären.

Auch das zivilgesellschaftliche Bündnis #unteilbar Sachsen-Anhalt ist ein enger Partner von Miteinander e.V. Gemeinsam werden sie am 29. Mai 2021 in Halle für eine demokratische, solidarische und offene Gesellschaft auf die Straße gehen. Eine Woche vor der entscheidenden Landtagswahl ist dies eine gute Möglichkeit, sich anzuschließen und miteinander für eine offene, bunte und solidarische Kultur in Sachsen-Anhalt einzustehen. Wann und wo es am Samstag losgehen soll, könnt ihr hier nachschauen. 

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