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Unser Workshopangebot

Rechtspopulismus begegnet uns zunehmend in verschiedenen Situationen im beruflichen und privaten Alltag. Häufig fühlen wir uns in diesen Momenten ohnmächtig. In den folgenden Modulen wollen wir Teilnehmer*innen auf unterschiedliche Weise ermutigen, rechtspopulistischen Aussagen entgegenzutreten und Umgangsstrategien zu erarbeiten. 

 


 

Umgang mit Rechtspopulismus offline

Wir bereiten euch auf den radikal höflichen Umgang mit rechtspopulistischen Aussagen, Provokationen und Sprachbildern im Alltag vor.

 


 

Umgang mit Rechtspopulismus online

Was tun gegen Hate Speech, Bots und Trolle? Wir schulen eure radikal höfliche Gegenrede im Netz.

Engagement stärken

Welche Rolle spielt Engagement? Wie plant ihr eure Kampagne? Wie strukturiert ihr eure Arbeit effektiv? Wie motiviert ihr eure Ehrenamtlichen? Gemeinsam entwickeln wir Strategien.

Disclaimer

Radikale Höflichkeit bedeutet, hitzige Diskussionen sachlich zu führen und gleichzeitig den Raum für Hass und Menschenfeindlichkeit zu begrenzen. Unsere Workshops ermutigen darum zu pro-aktiver Gegenrede und Gesprächsführung mit Andersdenkenden, helfen aber auch zu differenzieren, wann ein Gespräch überhaupt angebracht und zielführend ist - und wann es anderer Reaktionen bedarf. Dabei ist uns bewusst, dass viele von uns überwiegend aus privilegierten Positionen sprechen und nicht für Menschen, die von verschiedenen Rassismusformen, Antisemitismus, Ableismus, Klassismus oder Homo- und Transfeindlichkeit betroffen sind. Unser Angebot ist darum eines unter vielen, das sich nicht als Patentrezept versteht. Wenn in euer Gruppe unmittelbar von Diskriminierung betroffene Personen an dem Workshop teilnehmen sollen, bitten wir um vertiefende Vorabsprachen mit uns. Anlaufstellen für direkt Betroffene von Diskriminierung und rechter Gewalt haben wir hier aufgelistet. Für weitere Hinweise sind wir sehr dankbar. 

Themenfeld 1: Umgang mit Rechtspopulismus Offline

Gemeinsam mit den Teilnehmenden arbeiten wir in den Modulen mit deren persönlichen Erfahrungen mit rechtspopulistischen Aussagen und regen konkrete Lösungsstrategien an - ohne individuelle Herangehensweisen zu vernachlässigen. Nach einer kurzen Einführung zum Thema “Was ist Rechtspopulismus?” könnt ihr zwischen folgenden Modulen auswählen.

 

1.1 Selbstbehauptung im Umgang mit Rechtspopulismus

Dauer: 2-3h

Hier lernt ihr, in Situationen, in denen ihr mit rechtspopulistischer Agitation oder Rassismus konfrontiert seid, eigene Lösungen zu finden, rote Linien abzustecken und Umgangsstrategien zu entwickeln. Das passiert in einer Mischung aus Gruppenarbeit, Rollenspielen und Diskussionsrunden

 

1.2 Radikale Höflichkeit als Gesprächsstrategie

Dauer: 2-3h

Ihr lernt, was es bedeutet, rechtspopulistischen Aussagen Paroli zu bieten: und zwar mit unserem Konzept der radikalen Höflichkeit. Wir werden gemeinsam hitzige Gesprächssituationen durchgehen, nachspielen und dabei konkrete Strategien der Gegenrede erarbeiten.

 

1.3 Framing und Reframing: Rechtspopulistische Sprache erkennen und damit umgehen

Dauer: 2-3h

Oft verwenden rechte Parteien oder Strömungen bestimmte Sprachbilder und Begriffe, um eine Debatte in eine bestimmte Richtung zu lenken. Dieser Workshop verdeutlicht, wie Wörter, Assoziationsketten und Deutungsrahmen die Diskussion beeinflussen und wie wichtig der bewusste Einsatz von Sprache im Umgang mit Andersdenkenden ist. Mit einer Mischung aus Input und Übungsrunden wollen wir erproben, wie ihr rechte Begriffe und Argumentationen reframen und eure eigene Perspektive im Streitgespräch einbringen könnt. Dieses Modul ist sehr gut geeignet als Zusatz nach dem Modul “Sag was! Radikale Höflichkeit als Gesprächsstrategie”, kann aber auch alleine stehen.

 

Themenfeld 2: Umgang mit Rechtspopulismus Online

In diesem Themenfeld besprechen wir Formen rechtspopulistischer Hetze online und in sozialen Medien. Je nach Interesse bekommt ihr Hintergrundwissen zu Erscheinungsformen und Begrifflichkeiten rechtspopulistischer Online-Agitation, bekommt Tipps zur Organisation von Kampagnen oder zu angemessenen Reaktionen auf Hate Speech und Shitstorms.

 

2.1 Bots, Trolle, Fake News - Hintergrundwissen zum Social Web

Dauer: 30 Minuten

Menschen oder Maschinen? Wir helfen euch zu erkennen, mit wem oder was ihr es in der Gegenrede zu tun habt.

 

2.2 Handwerkszeug und Kampagnen

Dauer: 30-45 Minuten

Ihr plant einen Post oder eine ganze Online-Kampagne? Wir teilen unsere Erfahrungen und geben Tipps.

 

2.3 Hass ist keine Meinung 

Dauer: 20 Minuten

Nicht jeder Post oder Tweet ist von der Meinungsfreiheit gedeckt. Wir diskutieren Grenzen und mögliche Schritte.

 

2.4 Reagieren auf Hass im Netz

Dauer: 75 Minuten

Du oder andere sind online mit Hate Speech konfrontiert? Wir spielen durch, welche Möglichkeiten ihr habt, Hass in Kommentarspalten so nicht stehenzulassen.

 

2.5 Und jetzt? - Evaluation und Verarbeitung 

Dauer: 20-30 Minuten

Bewertest du Hate Speech nun anders als zuvor? Wieviel Raum willst du Gegenrede in Zukunft geben?

 

Themenfeld 3: Engagement stärken

In diesem Themenfeld können wir mit euch an folgenden Frage- und Problemstellungen arbeiten:

  • Ihr möchtet eine Kampagne starten und wollt wissen, was ihr dabei alles beachten müsst. Oder ihr habt Probleme, eurer Initiative oder eurem Verein eine effektive Struktur zu geben. Oder braucht ihr Tipps wie ihr Ehrenamtliche besser in eure Arbeit integrieren könnt? Wir können euch bei diesen Fragen weiterhelfen.
  • Kleiner Fünf lebt von vielen unterschiedlichen engagierten Freiwilligen. Der gemeinsame Nenner bei uns ist jedoch die Überzeugung, dass eine Demokratie von Teilhabe lebt und dass Rechtspopulismus schädlich ist. Gerne sprechen wir darüber, was Engagement bedeutet, was es dafür benötigt und weshalb der folgende Spruch für uns gilt: Egal gibt es nicht. 

 

Nichts gefunden?

Für eure Bedürfnisse ist hier nichts Passendes dabei? Oder wir finden keinen gemeinsamen Termin? Das heißt nicht, dass ihr ohne Workshop auskommen müsst. Probiert es zum Beispiel bei einer dieser Organisationen. 

  • Die Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus  bietet für zahlreiche Zielgruppen eine Vielzahl von Workshops und Fortbildungen zu mehreren Themen und mit verschiedenen Schwerpunkten an - auch über das Themenfeld Rechtsextremismus hinaus. Hier geht es zum Angebot in Berlin.
  • Nicht in Berlin? Dann suche hier die mobile Beratungsstelle in deiner Nähe - auch die kann dir sicher weiterhelfen!
  • Das Netzwerk Gegen-Argument bietet Workshops zum Umgang mit (extrem) rechten und rassistischen Positionen. Hier geht es zu deren Angebot. Zudem bietet das Netzwerk in vielen Landesstiftungen der Heinrich-Böll-Stiftung Argumentationstrainings gegen antifeministische Äußerungen.
  • Das Forum für Streitkultur bietet Workshops unter anderem zur konstruktiven Gesprächsführung, zum Argumentieren mit Andersdenkenden und zum Argumentieren mit RechtspopulistInnen. Hier findet ihr das Angebot des Forums für Streitkultur.
  • Beratung für Betroffene von Diskriminierung gibt es unter https://www.antidiskriminierung.org/betroffene und beim Verband der Beratungsstellen für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt (VBRG).

 

Hilfe bei Fördermittelsuche und Finanzierung

Ihr wollt einen Workshop anbieten aber wisst nicht, wie ihr das finanzieren könnt? Je nach Ort, Kontext, Betrag und Vorbereitungszeit gibt es verschiedene Fördermöglichkeiten, die ihr nutzen könnt. Sprecht uns an! Wir helfen euch bei der Suche und geben bereits hier einige Tipps:

Hier findet ihr geeignete Förderprogramme im ganzen Bundesgebiet
http://www.foerderdatenbank.de (Förderbereich “Kultur, Medien & Sport”)
 
Tipps für Förderanträge und Fundraising
 
Spenden von Unternehmen
 
Konkrete Stiftungen und Programme für politische Bildungsarbeit
 
Wendet euch an ein Netzwerk

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