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Grundwerte

Unser Ziel heißt Kleiner 5. Dafür engagieren sich ganz unterschiedliche Menschen. Die Grundlage unserer Arbeit sind unsere Grundwerte - sie inspirieren uns und geben die Richtung vor.

Unser Grundgesetz

Die Würde des Menschen ist unantastbar, heißt es in Artikel 1 unseres Grundgesetzes. Und Artikel 2 sichert uns allen das Recht auf die freie Entfaltung unserer Persönlichkeit zu. Doch die Werte unseres Grundgesetzes sind uns nicht einfach gegeben. Für uns sind sie die alltägliche Aufforderung, aktiv zu werden. Das ist im Interesse aller. Und dafür setzen wir uns ein. Denn wir glauben daran, dass wir alle selbst entscheiden können, wer wir sind und wie wir sein wollen. Jede Form der gewählten Zugehörigkeit, sei es zu einer Religion, einer Geschlechtsidentität oder einer anderen sozialen Gemeinschaft, muss deshalb gesellschaftlich respektiert und geschützt werden. Niemals aber darf sie von außen vorgegeben oder gar erzwungen werden.

Demokratische Politik

Für uns ist Politik nicht nur die Entscheidung von PolitikerInnen, sondern geht uns alle an. Und Demokratie ist viel mehr als der alljährliche Gang zur Wahlurne; jeden Tag gilt es unsere Demokratie neu zu bewahren. Wir glauben an demokratische Politik. Diese ermöglicht uns allen - unabhängig von Herkunft, Geschlecht, Sexualität, Alter oder Religionszugehörigkeit - die Teilhabe und Mitgestaltung am gesellschaftlichen Zusammenleben. Deshalb unterstützen wir BerufspolitikerInnnen und treten gleichzeitig für mehr Beteiligung und Mitbestimmung auf lokaler, regionaler und Bundesebene ein. Dabei geht es uns nicht darum, dass BürgerInnen selbst über alle Gesetze entscheiden sollen. Aber wir wollen die Möglichkeit haben, mit zu diskutieren und ein Teil des Prozesses zu sein.

Deutschland für alle, die daran teilhaben

Unsere Gesellschaft ist vielseitig. Die Zugehörigkeit dazu ist für uns nicht historisch oder ethnisch begründet. Für uns gehören alle dazu, die ihr Leben in Deutschland verbringen und gestalten wollen. Doch wir sind nicht naiv. Es geht uns nicht um eine “Multikulti-Gesellschaft”, in der wir ohne weiteres fröhlich und friedlich zusammenleben können. Denn Zusammenleben bedeutet auch auszuhandeln, wie wir dies am besten tun können. Und das verläuft nicht ohne Reibung und Konflikte. Aber wir wollen, dass diese Aushandlung respektvoll und achtsam passiert, nämlich auf der Grundlage unseres Grundgesetzes.

 

Heimat als Wahl, nicht als Zuschreibung

Wir glauben an das menschliche Bedürfnis, sich irgendwo zugehörig und zuhause zu fühlen. Jede und jeder soll wählen dürfen, wo er oder sie sich zu Hause fühlt. Dies bedeutet im Umkehrschluss auch, dass andere nicht darüber entscheiden sollen, wo wir dazugehören oder uns zuhause fühlen dürfen. Heimat kann ein Gefühl, ein Ort oder auch Ausdruck der Menschen sein, mit denen wir zusammenleben. Aber es darf nie eine externe Zuschreibung sein. Denn solche Zuschreibungen werden oft dafür missbraucht, dass bestimmte Rechte nur für ausgewählte Menschen gelten. Diese Unterscheidung ist für uns jedoch mit unseren Grundrechten unvereinbar, die für uns alle gelten sollen.

 

Familie ist, wer Familie sein will

Wir wenden uns gegen eine Moralisierung des Familienbegriffs. Wir setzen uns für eine Vielfalt von Lebensentwürfen ein. Familie soll deshalb einen Rahmen für gesellschaftlich geteilte Verantwortung für Menschen in allen Lebensphasen bieten. Dabei soll Individualismus zugelassen, aber nicht erzwungen sein. Gleichzeitig setzen wir uns gegen die zunehmende soziale Vernachlässigung und ungewollte Vereinzelung ein, die sowohl junge als auch ältere Menschen in unserer Gesellschaft betrifft.

Gelebte Internationalität

In unserer globalisierten Welt können die meisten politischen Entscheidungen nicht mehr nur innerhalb nationalstaatlicher Grenzen getroffen werden. Wir sehen das jedoch nicht als Problem, sondern als Realität an, die gestaltet werden muss. Wir wollen deshalb eine Internationalität, die nicht nur durch Märkte, sondern durch und für Menschen mit Leben gefüllt wird. Eine Internationalität, in der das Recht auf Freizügigkeit und Mobilität für Menschen aus allen Staaten gilt. Eine Internationalität, die das Recht auf Migration bewahrt und nicht durch ständige Ausnahmeregelungen aushöhlt. Eine Internationalität, die das Recht auf Asyl für verfolgte Gruppen und bedrohte Individuen nicht nur anerkennt, sondern mit allen Mitteln und Wegen politisch verteidigt und umsetzt. Nationalistische Abschottung und immer rigidere Grenzregime dürfen deshalb nicht unsere Antworten auf die komplexen Herausforderungen der Globalisierung sein.

Europa in seiner besten Form

Für uns ist Europa ein Freiheits- und damit auch ein Friedensprojekt. Die Europäische Union (EU) ermöglicht Austausch, Sicherheit und Stabilität zwischen Deutschland und seinen Nachbarländern. Gleichzeitig muss aber noch viel passieren, um die Idee einer politischen Gemeinschaft von Europa zu verwirklichen: Es müssen demokratische Entscheidungsprozesse ausgebaut werden, damit wir Europa besser mitgestalten können. Die Abschottungspolitik der EU muss ein Ende haben. Und Europa muss mehr sein, als eine Wirtschaftsgemeinschaft, in der einige wenige Länder vom Marktzugang zu vielen anderen Ländern profitieren. Die Europäische Gemeinschaft soll demokratisch, offen und verantwortlich sein - für all ihre BürgerInnen und all jene, die es werden wollen.

Chancengerechtigkeit, nicht Chancengleichheit

Jeder Mensch hat andere Voraussetzungen, Talente und Wünsche. Deswegen ist es unfair, wenn die Gesellschaft an alle die gleichen Ansprüche stellt. Und deswegen dürfen Vorrechte und Privilegien, die in unserer Gesellschaft ungleich verteilt sind, nicht Entwicklungschancen bestimmen. Vielmehr sollen die Vorrechte und Privilegien Einzelner ein Ansporn dazu sein, Entwicklungshürden für alle abzutragen. So wollen wir, dass alle eine gerechte Chance haben auf soziale und politische Teilhabe. Hierzu bedarf es kooperativer Arbeitsformen und solidarisches Verhalten anstelle eines Wettbewerbs aller gegen alle.

Bildung ist mehr als Ausbildung

Bildung ist die Voraussetzung eines selbstbestimmten, tätigen Lebens. Wir wenden uns daher entschieden gegen eine Ökonomisierung des Bildungsbegriffs. Wir wollen Bildung zu aller erst als Ermöglichung verstehen, die eigene Neugier zu entdecken. Bildung soll ermöglichen, die eigenen Fähigkeiten und Interessen zum Wohle aller in die Gestaltung unserer Gesellschaft einzubringen. Ein Verständnis von “Bildung als Ausbildung” greift daher zu kurz. Bildung darf nicht lediglich im Vermitteln von Fakten bestehen, sondern muss dazu befähigen, durch kritisches Denken, eigene Gedanken und Ideen zu formen. Deshalb ist Lernen für uns auch Lebensaufgabe und wichtiger Bestandteil gesellschaftlichen Zusammenlebens. Wir lernen von unseren Erfolgen und Fehlern ebenso wie von und mit anderen. Diese Erfahrungen sind wichtig, denn sie leiten uns an, es immer ein Stückchen besser zu machen - selbst-kritisch, ehrlich und zuversichtlich zugleich.

 

 

Arbeit neu denken

Für uns ist Arbeit nicht nur Lohnarbeit. Wir möchten, dass Arbeit in Zukunft viel umfassender begriffen wird: als jede Tätigkeit, die einen gesellschaftlichen Beitrag leistet, ganz egal ob damit Erwerbs-, Reproduktions- (Kinderbetreuung und -versorgung), Fürsorgearbeit (Hausarbeit) oder Ehrenamt gemeint ist. Der technologische und gesellschaftliche Wandel unserer Zeit führt schon lange eine Politik ad absurdum, die Vollbeschäftigung erreichen will. Deshalb hinterfragen wir auch das Wachstums-Paradigma unserer Wirtschaft. Stattdessen wollen wir das soziale Innovationspotential unserer Gesellschaft entwickeln. So setzen wir uns dafür ein, dass die zu verrichtende Arbeit gerecht verteilt wird und ihre Erträge allen zu Gute kommen.

Digitalisierung als Chance

Wir begreifen die zunehmende Digitalisierung unseres Alltags als eine der zentralen Chancen unserer Zeit. Um einen verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Möglichkeiten zu gewährleisten, sprechen wir uns für digitale Grundrechte aus (https://digitalcharta.eu/), die die Entfaltungsmöglichkeit des Individuums im digitalen Zeitalter sichern. Freiräume und dezentrale Strukturen müssen geschützt werden. Daher setzen wir uns dafür ein, dass Netzneutralität, der diskriminierungsfreie Zugang zu Datennetzen, gegen wirtschaftliche Interessen verteidigt werden muss. Gleichzeitig darf das Internet nicht zum Spielplatz für Manipulation politischer Diskurse werden. Daher befürworten wir eine Regulierung von wirtschaftlicher und staatlicher Datenverwertung. Die Einmischung institutioneller Akteure und ökonomisch-geleiteter Interessensgruppen darf nur dann erlaubt sein, wenn bestimmte Kriterien erfüllt werden. Wir befürworten den Prozess einer öffentlichen Debatte über diese Kriterien, um das Mitbestimmungsrecht Einzelner über ihre Lebenswelt zu ermöglichen. In diesem Zusammenhang wollen wir uns besonders dafür einsetzen das Potential neuer, digitaler Formen der politischen und kulturellen Partizipation zu verwirklichen. 

 

Für das gute Leben

Wir stehen für das gute Leben ein. Was genau das bedeutet, ist allen Menschen selbst überlassen und soll niemandem vorgeschrieben werden. Wir sehen es aber als gesellschaftliche Aufgabe an, das gute Leben zu ermöglichen. Denn das gelungene Leben bedeutet für uns nicht nur beruflichen oder finanziellen Erfolg, sondern immer auch einen aktiven, tätigen Beitrag in und zu unserem gemeinsamen Miteinander. 

 

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